Hinweis

Für dieses multimediale Reportage-Format nutzen wir neben Texten und Fotos auch Audios und Videos. Daher sollten die Lautsprecher des Systems eingeschaltet sein.

Mit dem Mausrad oder den Pfeiltasten auf der Tastatur wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Durch Wischen wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Los geht's

Adventskalender

Logo http://multimedia.ln-online.de/adventskalender-lubecker-nachrichten-9a77e93e-22ae-4a3e-9b9c-b0fbcc8db9ea
Zum Anfang

Lübecker Nachrichten
Herrenholz 10-12
23556 Lübeck

Konzept, Texte und Layout
Josephine Andreoli

Videos
Josephine Andreoli, John Garve

Fotos
Felix König, John Garve





Zum Anfang

Zum Anfang


In unserem Adventskalender möchten wir Ihnen 24 Geschichten rund um Weihnachten und alles, was dazugehört, erzählen. 
Und weil Weihnachten und Marzipan untrennbar miteinander verwoben sind, haben wir bei Niederegger hinter die Kulissen geschaut. 




Um die Entstehung des Marzipans ranken sich viele Mythen und Geschichten. Eine aber hält sich wacker: Damals, im Jahr 1407, gab es in Lübeck eine schreckliche Hungersnot. Daraufhin durchforsteten die Lübecker ihre Speicher und fanden - Mandeln und Zucker. Und weil Brot als etwas Kostbares galt, entschied man sich dazu, die Mandelspeise in Form von Brotlaiben zu fertigen. Und so war das Marzipan geboren. 

Zum Anfang

Zum Anfang

Zu allererst werden die Mandeln, die Firmen wie Niederegger vor allem aus mediterranen Ländern wie Spanien beziehen, mithilfe von Wasserdampf von ihrer Schale befreit. Nur so bekommt das Marzipan die angenehm weiche Konsistenz.  
Damit sich nicht versehentlich doch ungeschälte Mandeln unter die bereits geschälten mischen, lesen Schichtarbeiter diese heraus. 
Dann werden die Mandeln mit heißem Wasser gewaschen.

Zum Anfang
Zum Anfang






Nachdem die Mandeln gewaschen wurden, wird der Zucker hinzugefügt. Für die Rezeptur von Niederegger gilt: 70 Prozent Mandeln, 30 Prozent Zucker. Denn genau dieses Verhältnis macht das Niederegger Marzipan so hochwertig. Auch in der weiteren Produktion darf, abgesehen von der Schokolade, kein zusätzlicher Zucker zu der Mandelmasse hinzugegeben werden.

Mit Granitwalzen werden die gezuckerten Mandeln zu einer groben Masse gewalzt. 

Zum Anfang
Zum Anfang

Zum Anfang
Video

Video ansehen



Im Röstkessel wird die Rohmasse erhitzt und bekommt so das spezielle Aroma - wie lange genau die Masse im Röstkessel bleibt, ist ein Betriebsgeheimnis. Man weiß nur so viel: deutlich über eine halbe Stunde.

So lecker die Masse auch riecht. Die Arbeit ist kein Zuckerschlecken. Jede Schaufel, die der sogenannte Süßwarentechnologe in einen Transportbehälter wirft, wiegt zwischen zehn und 20 Kilogramm. 

Zum Anfang











Im Anschluss wird die erhitzte Masse im sogenannten Kühlschiff mithilfe von Trockeneis heruntergekühlt. Würde man dies nicht tun, würde die Rohmasse von innen heraus anbrennen. 

Zum Anfang













In etwa gleich großen Stücken wird die Marzipanrohmasse luftdicht verpackt. Damit die Aromen sich richtig entfalten können, wird die Masse zunächst für eine Woche gekühlt. 

Zum Anfang
Zum Anfang








Nachdem die Marzipanrohmasse eine Woche geruht hat, wird Niedereggers geheime Zutat beigemischt. 
Je nach Saison wird die Rohmasse in Form gebracht. Insgesamt stellt das Unternehmen 300 verschiedene Produkte her. Hier: das Marzipanbrot.



Zum Anfang
Video

Video ansehen






Wenn die Form erst einmal steht, wird das Marzipan schokoliert - und, wenn es nicht noch anderweitig verziert werden soll, verpackt. 

Zum Anfang

Zum Anfang
Video

Video ansehen










Der Weihnachtsmann wird von Hand geschminkt

Zum Anfang







Bärbel Reißig, 61

...arbeitet seit dem 4. Januar 1990
als sogenannte Schminkerin bei Niederegger

"Meine Schicht beginnt jeden Morgen um 5.55 Uhr. Ich liebe meinen Job - das ist so viel Fantasie, Vielfalt und Liebe, die ich beim Schminken in die Figuren stecke." 

Zum Anfang













Aber wie genau kam das Marzipan eigentlich nach Lübeck?

Zum Anfang
Video

Video ansehen















Kathrin Gaebel,
Sprecherin von Niederegger

Zum Anfang








Wenn alles bemalt, getrocknet und bereit zum Naschen ist, wird das Marzipan verpackt. 

Von dem sogenannten Klassiker produziert Niederegger, hintereinander gelegt, täglich mehr als 100 Kilometer. 
Und Weihnachten wird davon - aber auch von Marzipanweihnachtsmännern, Sternen, Herzen und Marzipanbroten - besonders viel gegessen. Mehr als 50 Prozent des Umsatzes macht Niederegger zur Weihnachtssaison. 

Zum Anfang

Zum Anfang















                  Touristen aus der ganzen Welt
                   besuchen das Café in der Lübecker
                   Innenstadt - vor allem zur Weihnachtszeit

Zum Anfang

Zum Anfang

Der Weihnachtsmuffel

Vollbild

Nach 18 Jahren als Bürgermeister der Hansestadt Lübeck ist Bernd Saxe nun Privatmensch - und hat endlich Zeit zum Schmökern spannender Bücher, für sein Enkelkind, zum Pfeife rauchen und reisen. Und Weihnachten? Ein Gespräch über die Kommerzialisierung eines christlichen Festes. 

Es ist kalt, die Lichter leuchten und überall duftet es nach Glühwein und Gebrannten Mandeln. Wie sieht es bei Ihnen mit der vorweihnachtlichen Stimmung und einem Bummel über den Weihnachtsmarkt aus?

Ich war bestimmt seit zehn Jahren nicht mehr auf dem Weihnachtsmarkt, außer dass ich vielleicht kurz mal darüber gelaufen bin, weil es der kürzeste Weg für mich war. Ich bin ein Ungläubiger und Weihnachten ist ein christliches Fest. Es steht mir gar nicht zu, den Heiligen Abend zu feiern. Vorweihnachtliche Stimmung? Habe ich nicht. Wenn man durch meine Wohnung geht, weist rein gar nichts darauf hin, dass bald Weihnachten ist. Ich habe weder Deko, noch Weihnachtsgebäck oder einen Tannenbaum. 


Stehen Sie auf Kriegsfuß mit dem Fest der Liebe?

Nein, überhaupt nicht. Es ist auch nicht so, dass ich nie Weihnachten gefeiert hätte. Als meine Tochter noch klein war, haben wir sogar einen Tannenbaum geholt. Und wenn meine Familie jetzt feiert, klinke ich mich natürlich auch nicht aus. Aber momentan machen die eine Weltreise - da ist nichts mit gemeinsam feiern. Ich werde dann wohl entweder zum Ski-Langlauf in die Berge fahren, oder einfach das tun, was ich an anderen Abenden auch tue: ein gutes Buch lesen. 


Was lesen Sie denn gerade?

Ich lese "Independence Day" von dem renommierten US-Autor Richard Ford. 


Und das Buch wiegt gegen einen gemütlichen Weihnachtsabend auf? Woher rührt Ihre Abneigung gegenüber Weihnachten?

Das ist schwierig zu sagen. Mein Elternhaus war streng, meine Mutter katholisch. Ich musste mehrmals die Woche in die Kirche, alle vier Wochen zur Beichte. Ich wusste überhaupt nicht, was ich dem Pfarrer dort erzählen soll. Ich konnte da ja aber auch nicht sitzen und nichts sagen - vielleicht war das auch einfach zu viel. 


Was genau stört Sie denn an Weihnachten?

Das Fest in seinen Abläufen ist nicht mehr sehr christlich. Die Weihnachtszeit wurde total kommerzialisiert. Es geht nur noch um Konsumgüter - darum, immer nur mehr, mehr, mehr zu haben. Und Weihnachten ist eben die Hochzeit des Konsums. Ich kann das nicht leiden. Was mich außerdem wirklich stört, ist, dass es immer schon ab September Weihnachtsdekoration und Weihnachtsgebäck im Einzelhandel gibt - was soll das denn bitte?


Was stimmt Sie denn fröhlich?

Ich reise furchtbar gern. Ich habe erst vor kurzem einen Trip durch Europa gemacht - mir bestimmt 17 Städte angesehen. Ursprünglich war es mein Plan für fünf, sechs Monate nach Jerusalem zu gehen. Ich interessiere mich total für die Kultur, würde gern verstehen, wie die Stadt tickt. Gerade auch, weil dort so viele Menschen unterschiedlicher Religionen zusammenkommen. Leider ist das Leben dort sehr, sehr teuer. Das habe ich nicht eingesehen. Aber mal sehen, vielleicht fahre ich das kommende Jahr auch in die Türkei. Es gibt ja so viele schöne Orte auf der Welt. 


Schließen
Zum Anfang

Heiße Maronen gehören zur Weihnachtszeit wie Kerzenlicht und Jingle Bells. Aber woher genau kommt eigentlich diese Tradition?

Vollbild

Maronen, auch Edel- oder Esskastanien genannt, sind nicht erst seit dem Weihnachtsmarkt die perfekten Handwärmer.
Ursprünglich stammt die Esskastanie aus Kleinasien. Vom Mittelalter bis Ende des 19. Jahrhunderts galten Maronen als das Brot der armen Leute. In einer Zeit in der Lebensmittel knapp waren, waren die Edelkastanien vor allem im Winter primäre Nahrungsquelle der Armen: Leicht zu finden, reich an Kohlenhydraten und gute Proteinlieferanten - richtige Sattmacher also. Und so kann man sie ganz leicht selber machen:


Zubereitung
Arbeitszeit: ca. 30 Minuten
Die Maronen mit einem scharfen Messer aufritzen, damit sie nicht aufplatzen. Dann in eine Pfanne geben und bei nicht allzu großer Hitze ständig wenden. Für etwa 20 bis 30 Minuten backen bis sie weich sind. Warm servieren.

Schließen
Zum Anfang
















Weihnachten - Ein Stückchen Verlässlichkeit

Zum Anfang



Für viele von uns gehört zum Weihnachtsfest auch der Gang in die Kirche dazu.

Im Interview erzählt Robert Pfeifer, Pastor der Marienkirche in Lübeck, von der Bedeutung des Weihnachtsfestes.

Zum Anfang

Zum Anfang
Zum Anfang






Das Weihnachtsfest, der Gang zur Kirche, die Weihnachtslieder, der geschmückte Tannenbaum - all das erfüllt das menschliche Bedürfnis nach Ritualen und einer Gemeinschaft. 

Zum Anfang
Zum Anfang

Zum Anfang
Zum Anfang

Zum Anfang
Zum Anfang

Zum Anfang
Zum Anfang

Zum Anfang

Zum Anfang









Sobald es draußen dunkel wird, füllen sich die Weihnachtsmärkte. Es wird Glühwein getrunken, mit Schuss oder ohne, Elchburger, Muzen und Gebrannte Mandel werden im Minutentakt über die Theke gereicht. Aber: Wohin zuerst?

Zum Anfang
Zum Anfang





Rund um das Lübecker Rathaus und in der Fußgängerzone Breite Straße findet der traditionelle Lübecker Weihnachtsmarkt mit weihnachtlichem Kunsthandwerk, Christbaumschmuck, Glühwein, Lebkuchen und vielen weiteren Leckereien statt.

Noch bis zum 30. Dezember hat der Markt täglich geöffnet. Sonntags bis donnerstags von 11 bis 21 Uhr, freitags und sonnabends jeweils bis 22 Uhr. 

Ausnahmen: Am 24. Dezember ist der Weihnachtsmarkt nur bis 14 Uhr offen, am 25. Dezember ist er komplett geschlossen. 

Zum Anfang










Das mittelalterliche Flair katapultiert die Besucher des Weihnachtsmarktes zurück in die Vergangenheit. Von Edelsteinen über mittelalterliche Musik und frisch gebackenes Brot gibt es, was das Herz begehrt. 

Zum Anfang

Am Fuße der Marienkirche laden von Hand gestaltete Märchenwaldhäuschen zum Bewundern der schönsten Erzählungen ein. Von Schneewittchen und die sieben Zwerge über Rapunzel und König Drosselbart findet garantiert jeder Figuren aus seinen Lieblingserzählungen wieder. 

Der Märchenwald ist bis zum 30. Dezember von Montag bis Sonnabend von 10 bis 19 Uhr und sonntags von 11 bis 19 Uhr geöffnet. 
Ausnahmen: Am 24. und 25. Dezember ist der Wald geschlossen, am 26. Dezember ist er von 14 bis 18 Uhr geöffnet. 

Zum Anfang




 Ob Wichtelwald oder die Kindereisbahn mit ihren Lauflernpinguinen - das Weihnachtswunderland eignet sich für einen Besuch mit der Familie. 
An den Adventswochenenden können Kinder auch Lebkuchen dekorieren. 

Täglich geöffnet von 11 bis 19 Uhr. 

Ausnahmen: Am 24. Dezember ist der Markt geschlossen, am 31.12 nur bis 14 Uhr geöffnet. 


Zum Anfang



Der Kunsthandwerkermarkt feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag. Rund 130 Kunsthandwerker aus Deutschland, Skandinavien, dem Baltikum und anderen europäischen Ländern zeigen in den Wohnkabäuschen des Langhauses und im Kellergewölbe des Heiligen-Geist-Hospitals neue und alte Handwerkstechniken. 

Noch bis zum 10. Dezember täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Eintritt kostet 3 Euro. 

Zum Anfang




Der Maritime Weihnachtsmarkt soll die Besucher an die Tradition des alten Seefahrerviertels rund um die Schifferkirche St. Jakobi erinnern. Alte Holzfässer und Fischernetze bieten urige Hafenatmosphäre. 
Eine Fahrt mit dem Riesenrad verschafft einen Überblick über die leuchtenden Weihnachtswelten in der Innenstadt. 

Noch bis zum 30. Dezember täglich geöffnet. Sonntags bis donnerstags von 11 bis 21 Uhr, Freitag und Sonnabend bis 22 Uhr. 

Ausnahmen: Am 25. Dezember geschlossen, am 24. Dezember nur bis 14 Uhr geöffnet, am 26. Dezember von 13 bis 20 Uhr und am 30. Dezember von 11 bis 18 Uhr geöffnet. 

Zum Anfang






Der Tannenwald mit seinen gemütlichen Hütten, die Glühwein und andere Heißgetränke ausschenken, lädt als Ruhepol inmitten des Trubels der Innenstadt ein. 

Noch bis zum 30. Dezember öffnet der Sternenwald täglich von 11 bis 21 Uhr seine Pforten.  

Zum Anfang


Zum 20. Mal stellen 60 Kunsthandwerker aus dem norddeutschem Raum ihre Arbeiten vor. 
Darunter finden sich Keramik-, Holz-, Woll-, Filz- und Webarbeiten sowie Schmuck und vieles mehr. 

Der Markt ist noch bis zum 20. Dezember täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3 Euro. 


Zum Anfang


Rund 70 Kunsthandwerker aus Lübeck und Region stellen in dem historischen Kaufhaus am Koberg ihre schönsten Arbeiten vor. 

Noch bis zum 16. Dezember täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 2,50 Euro. 

Zum Anfang

Zum Anfang

Die Sage um den Heiligen Nikolaus

Vollbild

Heimlich und unbemerkt schleicht sich der Mann mit Rauschebart,  prall gefülltem Sack und leuchtend rotem Mantel durch die leer gefegten Straßen. Es ist tiefe Nacht. Nur seine leisen Schritte hallen durch die Gassen.
Jahr für Jahr wieder kommt der Heilige Nikolaus in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember in die Häuser und steckt den schlummernden Kindern Süßigkeiten und kleine Geschenke in die sauber geputzten, artig vor die Tür gestellten Stiefel.

Aber wer ist dieser Mann eigentlich und warum verteilt er Jahr für Jahr wieder unzählige Geschenke?

In der Figur des Heiligen Nikolaus sind zwei Personen zu einer verschmolzen. Da ist zum einen Nikolaus von Myra, ein türkischer Bischof, der im dritten Jahrhundert lebte. Zum anderen ist da Nikolaus von Sion aus einem Ort nahe von Myra, der im sechsten Jahrhundert lebte. Die Sagen und Legenden über das Leben der beiden Männer verwoben sich über die Jahre zur Figur des Heiligen Nikolaus von Myra.

Glaubt man der Legende, so soll er zahlreiche Wunder vollbracht haben. Eine der sich um ihn rankenden Geschichten erzählt davon, wie er einem verarmten Vater dreier Töchter hilft: Dieser sieht aus der Not heraus keine andere Möglichkeit, als seine Töchter in die Prostitution zu schicken. Heimlich hilft der Heilige Nikolaus, indem er der Familie nachts Goldstücke durchs Fenster wirft. Und so entstand die Sage um den barmherzigen Nikolaus, der sich nachts heimlich in die Häuser stiehlt um Kinder zu beschenken.


Schließen
Zum Anfang












"Wir stellen dem Nikolaus selbstgebackene Kekse, Milch, eine Mandarine und ein Kissen hin, damit er sich ausruhen kann."

Zum Anfang











"Letztes Jahr hatte ich Skisocken in meinen Stiefeln. Ich hoffe, dass ich dieses Jahr eine Absperrung von Playmobil für meine Feuerwehr bekomme."

Zum Anfang











"Mein Papa hat letztes Jahr seine Schuhe nicht geputzt und hatte statt Naschis eine Gurke in seinen Schuhen. Deswegen muss ich auf jeden Fall noch meine Schuhe putzen."

Zum Anfang

















Terrorabwehr auf dem Weihnachtsmarkt

Zum Anfang

Sicherheitsmaßnahmen auf dem Weihnachtsmarkt

Vollbild

Polizeischutz
Seit den Terroranschlägen von Nizza und Berlin, als Terroristen mit Lkws dutzende Menschen in den Tod rissen, wird Sicherheit größer geschrieben denn je. Überall in Europa werden zu Weihnachtsmärkten und anderen Großveranstaltungen Betonpoller und andere Barrieren aufgebaut.

Auch der Polizeischutz vor Ort wurde gemäß der potentiellen Gefährdung erhöht. "Nach dem Anschlag in Berlin hat durch die Landespolizei ein Austausch mit den Sicherheitsparntern auf Landes- und Bundesebene stattgefunden", sagt Ulli Fritz Gerlach, Sprecher der Polizeidirektion Lübeck.

Demnach weitete die Landespolizei Schleswig-Holstein die Präsenz in der Vorweihnachtszeit und an den Weihanchtsfeiertagen aus. Wieviele Polizisten genau vor Ort sind, möchte die Polizei aus taktischen Gründen nicht bekanntgeben. Zwar würden den Sicherheitsbehörden aktuell keine Erkenntnisse vorliegen, aus denen sich eine konkrete Gefährdung speziell für Weihnachtsmärkte in Deutschland ableiten ließe, dennoch: Sowohl damals als auch heute "besteht eine abstrakte, hohe Gefährdung."


Big Bags zur Terrorabwehr
Auch die Veranstalter der Weihnachtsmärkte, so unter anderem Lübeck und Travemünde Marketing (LTM), haben vorgesorgt: "Wir haben insgesamt 70 sogenannte Big Bags aufstellen lassen", sagt Doris Schütz, Sprecherin von LTM. Immer zwei der Big Bags von jeweis 1,5 Tonnen wurden zusammengeschnallt. "Das war schon große Kunst. Zum einen wollen wir unsere Besucher vor Anschlägen schützen, zum anderen müssen wir aber natürlich auch gewährleisten, dass die Feuerwehr im Notfall anrücken kann. Aber wir hoffen natürlich, dass auch dieses Jahr nichts passieren wird."


Schließen
Zum Anfang












Ein Leben auf dem Weihnachtsmarkt

Zum Anfang

Das Leben auf dem Weihnachtsmarkt

Vollbild

Schlager, Popsongs und Weihnachtsklassiker: In dem kleinen Fahrzeughäuschen mit Blick auf das sich immerzu drehende, blinkende Karussell läuft Musik auf Dauerschleife. Tag für Tag sitzt Manfred Belli (68) in seinem Kabäuschen und sieht strahlenden Kindern dabei zu, wie sie im Feuerwehr- oder Polizeiauto ihre Runden drehen. 

Ein Leben in ständiger Bewegung

"Ich bin auf der Reise geboren und leite den Laden schon seit 38 Jahren", sagt Manfred Belli und zuckt mit den Schultern. Bereits in vierter Generation reist Belli mit dem familieneigenen Karussell von Weihnachtsmarkt zu Jahrmarkt, von Fest zu Fest. "Ich kenne es gar nicht anders. Es liegt mir im Blut, dass ich weitermache." Sein Sohn ist dabei immer mit von der Partie, denn bald schon wird er den Laden übernehmen. Und auch die sechste Generation steht schon bereit - Bellis Enkelkinder. 

Belli lebt seinen Kindheitstraum

"Man sieht jeden Tag die Kinder, wie sie Runde um Runde drehen und sich freuen - da wird es einem einfach warm ums Herz", so Belli. Doch auch er nimmt über die Jahre eine Veränderung der Atmosphäre wahr: "Die Leute sind viel hektischer geworden. Sie haben keine Zeit mehr, alles muss immer nur schnell gehen." Früher hätten Eltern und Kinder sich gleichermaßen auf den Weihnachtsmarkt gefreut. heute sei das anders. "Die Leute freuen sich nicht mehr so sehr - heutzutage gibt es einfach so viele Veranstaltungen und Möglichkeiten, da ist das Besondere am Markt ein bisschen verloren gegangen." Und dennoch ist Manfred Belli der Meinung, einen Traum zu leben - einen Kindheitstraum.

Als Kind hatte man schnell neue Freunde - man hatte ja kostenlose Fahrchips

"Klar war das manchmal schwer, gerade als Kind", sagt er. Ständig die Schule wechseln zu müssen, wechselnde, oberflächliche Freundschaften und eine immer neue Gegend. "Zum Glück hat man aber immer schnell Freunde gefunden - man hatte ja kostenlose Fahrchips." Belli lacht. Aber je älter man wird, umso einfacher wird das auch. Noch bis Ende Dezember ist der Familienbetrieb auf dem Weihnachtsmarkt in der Lübecker Innenstadt, dann geht es nach einer kurzen Erholungspause wieder weiter. Nächste Station: Flensburg. 

Schließen
Zum Anfang
Zum Anfang














Gute Laune, euphorische Musik und rhythmisches Blinken gehören zu Manfred Bellis Job einfach dazu. "Irgendwann hört man die Musik gar nicht mehr." 

Zum Anfang







          Glühwein, Muzen und ein bisschen Politik

          Ein Bummel über den Weihnachtsmarkt mit    der                 SPD-Bundestagsabgeordneten Gabriele Hiller-Ohm

Zum Anfang
Video

Video ansehen









Ein Bummel über den Weihnachtsmarkt mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Gabriele Hiller-Ohm. Ein Gespräch über die Bedeutung von Weihnachten und die Stimmung im Bundestag.

Zum Anfang










"Weihnachten ist für mich die Zeit, mit meiner Familie zusammen zu sein - das ist für mich ganz wichtig: mit meinen Kindern, meinen besten Freunden und mit meinem Hund natürlich."

Zum Anfang
Video

Video ansehen













Was bedeutet Weihnachten?

Zum Anfang












Weihnachten, so Gabriele Hiller-Ohm, ist auch die Zeit, in der man sich auf das besinnen solle, was wirklich wichtig ist. "Für mich bedeutet das, wegzukommen von dem ganzen Konsum - dass man sich auf das besinnt, was das Leben ausmacht."

Zum Anfang
Video

Video ansehen












Wird im Bundestag auch Weihnachten gefeiert?

Zum Anfang











Eigentlich trinkt Gabriele Hiller-Ohm keinen Alkohol, aber in der Adventszeit gönnt sie sich einen "richtig schön von innen wärmenden Glühwein mit Mandeln und Rosinen." 

Zusammen mit ihren Kollegen von der SPD hat sie auch schon herausgefunden, wo es den besten gibt. Kleiner Tipp: Auf dem Rathausmarkt. 

Zum Anfang
Video

Video ansehen














Wie ist die Stimmung zur Weihnachtszeit im Bundestag?

Zum Anfang














Gabriele Hiller-Ohm (SPD) ist seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit 2014 ist sie tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion. 

Zum Anfang
Video

Video ansehen














Inwiefern hat sich die Stimmung im Bundestag denn durch die AfD verändert?

Zum Anfang









Zu guter Letzt gibt es noch eine Tüte Muzen. "Die gehören zu einem Bummel auf dem Weihnachtsmarkt einfach dazu", sagt Hiller-Ohm. Und zwar vegan, denn Gabriele Hiller-Ohm liegt der Tierschutz sehr am Herzen.

"Jeder kann ein Stück weit selbst dazu beitragen, was auf der Welt passiert. Auch wenn es nichts Großes ist - mit meinem veganen Lebensstil kann ich meinen Teil dazu beitragen, dass weniger Tiere gequält werden."

Zum Anfang
Video

Video ansehen












Wird es durch Merkels Abgabe des Parteivorsitzes der CDU Veränderungen im Miteinander im Parlament geben?

Zum Anfang
Scrollen, um weiterzulesen
Wischen, um Text einzublenden