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Lübecks Brücken: Alle Sanierungen, alle Baustellen

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Lübecks Brücken bröckeln, sind immer häufiger gesperrt. Ihr schlechter Zustand sorgt bundesweit für Schlagzeilen, der ADAC ließ sie "durch den TÜV" fallen. Hier nehmen wir die wichtigsten Brücken rund um Lübeck unter die Lupe. Demnächst finden Sie hier immer mehr "Sorgenkinder".
Am besten genießen Sie unseren Multimedia-Brückencheck auf dem PC - nicht auf dem Handy.




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Recherche, Texte: Josephine von Zastrow
"Und das sagt der Taxifahrer": Fabian Boerger
Fotos, Videos, Produktion: Timon Ruge





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Die Josephinenbrücke hilft, den Verkehr von und zur Erich-Warburg Brücke zu leiten. Jetzt wird sie saniert. 

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Kein Durchkommen: Die Josephinenbrücke ist seit Januar dicht – das gesamte Jahr über. Die Querung wird neu gebaut. Weihnachten 2019 soll sie fertig sein. Bis dahin stehen die Autofahrer weiter im Stau.  


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Es gibt keine Umleitung für die voll gesperrte Josephinenbrücke. Betroffen davon sind täglich 17 400 Wagen, davon 2000 Laster – und zeitweilig  400 Radfahrer. Sie müssen jetzt über Einsiedelstraße und Karlstraße  fahren.

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Allerdings: Die Stadt hat die Straßenmarkierungen geändert. In Höhe der Gollan-Kulturwerft gibt es jetzt drei Spuren. Eine führt zur Eric-Warburg-Brücke, zwei führen über die Karlstraße zur Kreuzung Schwartauer Allee. Der Linksabbieger in die Katharinenstraße ist jetzt eine kombinierte Abbieger- und Geradeausspur.

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Die Sicht der Stadt: „Die Auswirkungen auf den Verkehr sind so eingetreten wie erwartet“, sagt Stadt-Sprecherin Nicole Dorel. „Zu Spitzenzeiten kommt es zu Stau.“ Aber tagsüber rollen die Wagen, „wenn auch mit geringer Geschwindigkeit“. Der Hintergrund: Die Stadt hat zwei Umleitungsrouten abgelehnt. Erstens: eine Strecke durch den Hafen am Nordlandkai. Das gehe aus Sicherheitsgründen nicht. Zweitens: eine Behelfsbrücke. Die sei viel zu teuer. Außerdem müssten die Leitungen unter der Josephinenbrücke unter die Behelfsbrücke verlegt werden.

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Das Problem: Die Sanierung von Lübecks Brücken ist ein Tetris-Spiel. Die Arbeiten an den einzelnen Brücken in der Stadt, müssen so getaktet werden, dass zeitlich alles passt. Damit es keinen Verkehrskollaps in der Stadt gibt. So muss die Josephinenbrücke jetzt neu gebaut werden – bevor der Neubau der Bahnhofsbrücke 2021 startet. Denn sie wird zur Ausweichstrecke, wenn die Hauptverkehrsader Nummer eins errichtet wird. Nach Angaben der Stadt wird die Josephinenbrücke auch pünktlich fertig. Im Dezember 2019.

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An der Josephinenbrücke wurde stets gespart. Schon als sie 1963 errichtet wurde als Spannbetonbrücke. Um Beton zu sparen, wurden Blechrohre in die Fahrbahndecke eingebaut. Damit hat sie viele Hohlräume, aber wenig Beton. 2014 wurde dann Betonfraß an der Josephinenbrücke entdeckt. Daher hat die Stadt die Fahrbahn-Seiten abgesperrt. Autos und Lastwagen wurden nur noch über stabile Brückenteile gelenkt.

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Immerhin: Der Neubau der Josephinenbrücke wird nicht noch teurer. Das Bauwerk kostet 4,37 Millionen Euro. Damit ist der Neubau fast drei Mal so teuer wie geplant. Denn die Kosten stiegen gleich zweit Mal. Ursprünglich sollte der Brücken-Neubau 1,5 Millionen Euro kosten, dann rechnete die Stadt mit 3,1 Millionen Euro. Jetzt sind es 4,37 Millionen Euro.

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Die marode Mühlentorbrücke muss dringend saniert werden. Eigentlich schon seit 2006. Jetzt ist sie erst 2022 dran – 16 Jahre später. Aktuelle Kostenschätzung: acht Millionen Euro.  


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Jetzt soll die Mühlentorbrücke saniert werden. Endlich. Allerdings erst ab 2022. Es wird höchste Zeit, denn seit 2006 ist klar: Das Bauwerk muss dringend repariert werden. Erst fehlte es jahrelang an Geld. Dann fehlte es an Zeit. Denn: Damit die Stadt nicht völlig im Stau versinkt, muss eine Brücke nach der anderen erneuert werden. 



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Träger, Nieten, Widerlager: Der Rost setzt der Mühlenbrücke zu. Eine Sanierung ist unausweichlich.

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Die Zeitschiene für die Mühlentorbrücke: Ab nächstem Jahr wird Sanierung der Querung geplant. Die Arbeiten an dem Bauwerk starten indes frühestens 2022. Die derzeitige Kostenschätzung: acht Millionen Euro. Als der Brückenbericht 2008 erschien, waren es noch drei Millionen Euro. Dann steigen die Schätzungen auf 4,6 Millionen Euro. Jetzt sind es acht Millionen Euro. Wie die Brücke genau saniert wird, steht noch nicht fest.  

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Geschwungen in Stahl: Wunderschön ist die Mühlentorbrücke, wie sie da über dem Kanal hängt. Nachts erhellen grüne Strahler das elegante Bauwerk von 1899. Es erstreckt sich auf einer Länge von 82 Metern und ist 19 Meter breit. Die Brücke bildet das Entree zur Altstadt aus Richtung Süden. Allerdings: So schön die Architektur, so marode das Bauwerk. Wer den Fußweg unter der Querung entlang geht, der sieht den verrosteten Stahl. 


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Der Verkehr: Über die Mühlentorbrücke rollen täglich 21 000 Wagen, davon 1400 Laster und 730 Busse. Denn zehn Linien des Stadtverkehrs rollen dort entlang. Genutzt wird die Querung von täglich 4000 Radfahren und 4000 Fußgängern. Wenn die Brücke saniert wird, wird sie voraussichtlich gesperrt werden. Ob komplett oder nur teilweise, steht nicht fest. Klar ist aber: Umgeleitet werden die Wagen wohl über die benachbarten Querungen. Das ist auf der einen Seite die Possehlbrücke. Dort geht es an der Altstadtinsel vorbei zum Lindenteller. Auf der anderen Seite sind das Rehder- und Hüxtertorbrücke. Sie führen direkt auf die Altstadtinsel. 

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Rückblick: Im Frühjahr 2001 hat die Stadt sich bereits um  den Rost der Mühlentorbrücke gekümmert. Dabei haben die Fachleute entdeckt, dass das Bauwerk verrostetet war als gedacht. Zunächst erhielt die Brücke die Note 3,4. Das ist schon ziemlich schlecht. Denn die Skala reicht von eins (sehr gut) bis 4 (ungenügend). Mit der Zeit wurde das Bauwerk maroder und maroder. Jetzt hat die Mühlentorbrücke die Note 3,8.

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Es ist DIE Lübecker Dauer-Baustelle: Seit 2015 ist die Possehlbrücke dicht. Es geht nur auf einer Spur über die Querung. Die Lübecker stehen im Stau.



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Das kostet richtig Zeit: Eine Ampel führt den Verkehr wechselseitig auf einer Spur über die Brücke. An den Zufahrten kommt es dann zu langen Staus. 


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Im Dezember 1952 begann der Bau der Fundamente für die Possehlbrücke über die Kanal-Trave. Das Bauwerk war für  den Ausbau der Possehlstraße und die großzügige Verkehrsführung um Lübeck dringend erforderlich. Dicht bebaut war die Gegend damals noch nicht ...

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Am Ende ihrer Nutzungszeit ist die Brücke zum Desaster geworden. Die Dauerbaustelle Possehlbrücke ist für Lübeck das, was der Flughafen für Berlin ist – sie wird einfach nicht fertig. Und das, was die Elbphilharmonie für Hamburg ist – die Kosten explodieren. 


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Bitter: Die Lübecker stehen im Dauer-Stau, seit März 2015. Betroffen sind 32 500 Autofahrer, davon 900 Lastwagen-Lenker, 3500 Radfahrer und 1400 Fußgänger - pro Tag!




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An die 1950er Jahre erinnert der Schriftzug. „Possehlbrücke“ ist in schlanken Buchstaben eingefügt zwischen den Streben des Geländers. Auf der Seite der Querung, die schon fertig ist. Wer dort hindurch blickt, sieht die marode Mühlentorbrücke. Auf der Seite des Lübecker Ruder-Klubs gibt es bereits eine neue Treppe. Fußgänger und Radfahrer können dort hoch und die Brücke queren.  Der Neubau dieser Brücken-Hälfte hat mehr als drei Jahre gedauert – von März 2015 bis Juli 2018.
Ein Fiasko.



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Die Stadt und die Baufirma Wayss & Freytag haben sich intensiv und lange gestritten – am Ende wurden die Fragen mit Geld gelöst. Die Possehlbrücke kostet satte 20,5 Millionen Euro.  15 Millionen Euro erhält die Baufirma, weitere 5,5 Millionen Euro hat die Stadt im Vorwege ausgegeben für Gutachten, Planung, Leitungen.


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Jetzt muss die Stadt 13,6 Millionen Euro zahlen, das Land übernimmt 6,9 Millionen Euro. Dafür soll der Neubau am 15. November 2019 fertig sein – zumindest so weit, dass es wieder zwei Fahrspuren gibt. 


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Mächtige Maschinen setzen Bohrpfähle in den Untergrund.
Sie werden die Widerlager der neuen Brücke tragen - damit der Verkehr im Süden Lübecks wieder fließt.




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So funktioniert der Deal mit der Baufirma: Die zweite Hälfte der Brücke soll bis Herbst 2019 stehen. Am 15. November sollen die Autos wieder in zwei Richtungen über das Bauwerk fahren.
Wenn nicht, muss die Baufirma eine Million Euro Strafe an die Stadt zahlen. Allerdings: Ist die Brücke schneller fertig, legt die Stadt noch eine halbe Million Euro drauf. Dann steigen die Gesamtkosten auf 21 Millionen Euro, denn Wayss&Freytag bekommt dann 15,5 Millionen Euro. Darauf haben sich Stadt und die Baufirma geeinigt.

Das ist der Deal.

Und das sagt der Taxifahrer:


   



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Sie ist Lübecks Lebensnerv für den Verkehr: die Bahnhofsbrücke. Ist das marode Bauwerk auch nur teils gesperrt, gibt es Stau bis zur Altstadt. 2021 wird die Brücke neu gebaut - dann drohen wieder lange Staus.







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Täglich fahren 30 000 Fahrzeuge über die Bahnhofsbrücke. Davon 1500 Lastwagen. Hinzukommen 4500 Radfahrer und 4300 Fußgänger. Das Bauwerk ist 110 Jahre alt und kaputt. Die Querung wurde immer wieder notdürftig geflickt, damit sie nicht zusammen klappt. Die Hoffnung: Die Bahnhofsbrücke hält damit noch bis 2021 durch. Erst dann wird eine neue Querung gebaut.
   

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Aktuell wird der Neubau vorbereitet. Denn die Leitungen unter der alten, filigranen Bahnhofsbrücke müssen verschwinden, bevor das Bauwerk abgerissen wird. Kosten: drei Millionen Euro. Dazu wird ein Mini-Tunnel gebaut, der fünf Meter unterhalb der Gleise verläuft. Dort werden dann die Leitungen für Gas, Wasser, Strom und Telekommunikation hineingelegt. Ende 2019 soll alles fertig sein.  

 

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Die Bahnhofsbrücke hat vier Spuren. Wenn die Querung neu gebaut wird, soll es nur noch eine Spur pro Richtung geben. Wie im Herbst – als die Bahnhofsbrücke sechs Wochen lang notdürftig geflickt wurde. Die Blechlawinen standen im Lindenteller, am Holstentor und endeten erst in der Untertrave auf der Altstadtinsel. Auch in der Gegenrichtung stand alles – die Fackenburger Allee war dicht sowie der Lohmühlenteller bis zur Autobahnabfahrt. Die Stadt arbeitet an Umleitungsstrecken. 

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Einige Ideen gegen Staus werden diskutiert. Alle lehnt die Stadt bislang ab. Nummer eins: Der Bau einer Ersatzbrücke. Aber die Stadt sagt: Kein Platz und zu teuer. Idee Nummer zwei: Die Umleitung über die Meierbrücke. Die Stadt sagt: Keine Wagen durchs Wohngebiet. Idee Nummer drei: Die Friedenstraße wird wieder geöffnet. Das Argument der Stadt: Kein Durchgangsverkehr durchs Wohngebiet.    


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Kapitel 1 Lübecks Brücken im Check

Lübecks Brücken bröckeln. 

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Kapitel 2 Die Josephinenbrücke

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Kapitel 3 Die Mühlenbrücke

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Kapitel 4 Die Possehlbrücke

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Kapitel 5 Die Bahnhofsbrücke

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