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Lübecks Brücken: Alle Sanierungen, alle Baustellen

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Lübecks Brücken bröckeln, sind immer häufiger gesperrt. Ihr schlechter Zustand sorgt bundesweit für Schlagzeilen, der ADAC ließ sie "durch den TÜV" fallen. Hier nehmen wir die wichtigsten Brücken rund um Lübeck unter die Lupe. Demnächst finden Sie hier immer mehr "Sorgenkinder".
Am besten lesen Sie unseren Multimedia-Brückencheck auf dem PC - nicht auf dem Handy.




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Recherche, Texte: Josephine von Zastrow
Fotos, Videos, Produktion: Timon Ruge
"Und das sagt der Taxifahrer": Fabian Boerger






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Es ist DIE Lübecker Dauer-Baustelle: Seit 2015 ist die Possehlbrücke dicht. Es geht nur auf einer Spur über die Querung. Die Lübecker stehen im Stau.



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Das kostet richtig Zeit: Eine Ampel führt den Verkehr wechselseitig auf einer Spur über die Brücke. An den Zufahrten kommt es dann zu langen Staus. 


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Im Dezember 1952 begann der Bau der Fundamente für die Possehlbrücke über die Kanal-Trave. Das Bauwerk war für  den Ausbau der Possehlstraße und die großzügige Verkehrsführung um Lübeck dringend erforderlich. Dicht bebaut war die Gegend damals noch nicht ...

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Am Ende ihrer Nutzungszeit ist die Brücke zum Desaster geworden. Die Dauerbaustelle Possehlbrücke ist für Lübeck das, was der Flughafen für Berlin ist – sie wird einfach nicht fertig. Und das, was die Elbphilharmonie für Hamburg ist – die Kosten explodieren. 


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Bitter: Die Lübecker stehen im Dauer-Stau, seit März 2015. Betroffen sind 32 500 Autofahrer, davon 900 Lastwagen-Lenker, 3500 Radfahrer und 1400 Fußgänger - pro Tag!




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An die 1950er Jahre erinnert der Schriftzug. „Possehlbrücke“ ist in schlanken Buchstaben eingefügt zwischen den Streben des Geländers. Auf der Seite der Querung, die schon fertig ist. Wer dort hindurch blickt, sieht die marode Mühlentorbrücke. Auf der Seite des Lübecker Ruder-Klubs gibt es bereits eine neue Treppe. Fußgänger und Radfahrer können dort hoch und die Brücke queren.  Der Neubau dieser Brücken-Hälfte hat mehr als drei Jahre gedauert – von März 2015 bis Juli 2018.
Ein Fiasko.



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Die Stadt und die Baufirma Wayss & Freytag haben sich intensiv und lange gestritten – am Ende wurden die Fragen mit Geld gelöst. Die Possehlbrücke kostet satte 20,5 Millionen Euro.  15 Millionen Euro erhält die Baufirma, weitere 5,5 Millionen Euro hat die Stadt im Vorwege ausgegeben für Gutachten, Planung, Leitungen.


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Jetzt muss die Stadt 13,6 Millionen Euro zahlen, das Land übernimmt 6,9 Millionen Euro. Dafür soll der Neubau am 15. November 2019 fertig sein – zumindest so weit, dass es wieder zwei Fahrspuren gibt. 


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Mächtige Maschinen setzen Bohrpfähle in den Untergrund.
Sie werden die Widerlager der neuen Brücke tragen - damit der Verkehr im Süden Lübecks wieder fließt.




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So funktioniert der Deal mit der Baufirma: Die zweite Hälfte der Brücke soll bis Herbst 2019 stehen. Am 15. November sollen die Autos wieder in zwei Richtungen über das Bauwerk fahren.
Wenn nicht, muss die Baufirma eine Million Euro Strafe an die Stadt zahlen. Allerdings: Ist die Brücke schneller fertig, legt die Stadt noch eine halbe Million Euro drauf. Dann steigen die Gesamtkosten auf 21 Millionen Euro, denn Wayss&Freytag bekommt dann 15,5 Millionen Euro. Darauf haben sich Stadt und die Baufirma geeinigt.

Das ist der Deal.

Und das sagt der Taxifahrer:


   



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